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Psyche #2: “Stress-Psychose” (WASH)

HINWEIS:

Alle Aussagen, die im Folgenden getroffen werden, sollen „mögliche“ Zusammenhänge aufzeigen und nicht den Anspruch auf wahrheitsgemäße Deutung und Vollständigkeit erheben!

Einleitung:

  • Was ist Stress ...
Stress (englisch für „Druck, Anspannung“; von lateinisch stringere „anspannen“) bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Individuen (Personen) – die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung anzeigen.
Stressor: Stress verursachender Faktor. – Präziser ausgedrückt: Stressoren („Stressfaktoren“) werden alle inneren und äußeren Reize bezeichnet, die Stress verursachen und dadurch das betroffene Individuum zu einer Reaktion der aktiven Anpassung veranlassen. Man unterscheidet zwei Arten von Stress: positiven (auch Eustress; „wohl, gut, richtig, leicht“) und negativen (auch Disstress; „schlecht“).
Dieses Modell ist ein Paradigma (Muster, Beispiel) der klinischen Psychologie und der Gesundheitspsychologie. Es beschreibt die Wechselwirkungen zwischen Vulnerabilität bzw. Diathese (also der Empfänglichkeit, Verletzlichkeit bzw. Krankheitsneigung) und Stress.
Genetische Defekte (Genetische Disposition), neurologische Schäden, als auch Stoffwechselstörungen, sowie sonstige einhergehende Diathesen (Krankheitsneigungen) können eng daran beteiligt sein, dass Betroffene Individuen psychisch vulnerabler (Anfälliger) für Stress-Situationen sein können.
Das sogenannte „Fass“ kann bei diesen Individuen unter Umständen schneller überlaufen, bzw. zum Überschwappen der Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin) und zu stärkeren Schwankungen der Mediatoren (Botenstoffe), bzw. im Hormon-System (Dopamin, Serotonin, ...) führen. Externer, äußerlicher (z.b.: schulisch, beruflich; Lärm, ...) und privater (familiärer) Stress, sowie soziale Stress-Belastungen können das Überlaufen des Hormon-Fasses bei Betroffenen deutlicher begünstigen und unter umständen auch zu Psychosen führen.
In Umkehrschluss ist es jedoch möglich, dass belastender Stress wiederum Diathesen (Krankheitsneigungen) etc. bei psychisch sensiblen Individuen eher begünstigen kann. – So sind zum Beispiel unter Leistungsdruck, Angst- und Panikattacken bedingten Stress-Einflüssen Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, sowie Autoimmunerkrankungen etc. nicht auszuschließen und können Bestandteil von Psychotischen reaktionen (Psychose) sein.
  • Wirkungsweisen von Stress:
Stress allgemein kann wie Stimulanzien wirken. Negativ aufgeladener Stress kann sich unter Umständen wie ein Delirantium (Delirium) verhalten.
  • "Das ganze kann sich wie im Windflug verhalten, sprich: Wenn man etwas dem Ventilator entgegenwirft, kann es wieder zurückkommen" (Lorem ipsum).
Positiv wahrgenommener Stress kann sich bei vulnerablen, sensiblen Personen unter Umständen intensiver in negativ geladenen Stress wandeln.
Manche Menschen reagieren auf bestimmte Stress-Formen besonders vulnerabel (empfänglich) oder sensibel.
Hohe Empfänglichkeit für bestimmte Stress-Formen können eng beteiligt sein psychische Erkrankungen zu erleiden. Dieses gilt jedoch nicht zwingend und auch nicht für alle Positionen, die im Folgenden benannt werden:

Körperlich:

Die nachfolgenden benannten Punkte sind häufig mit Schmerz verbunden. Insbesondere starke Schmerzempfindungen können für die Psyche immense Stress-Belastung darstellen:
  • Bestehende (chronische) Krankheiten wie z.B.: Multiple-Sklerose, Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) und viele andere „neurologische“ Leiden können die Sensibilität für Stress unter Umständen steigern und die Psyche belasten.
       
  • Verletzungen durch einen Unfall können Stress-bedingt zu Psychosen führen. Manch einer wird zum Beispiel unsicher, wie man damit umgeht und reagiert darauf hin im Verhalten psychotisch.
Geistig (seelisch):
  • Leistung: Ein zu hohes Maß an Leistungsforderungen (z.B.: in der Schule, im Beruf, schwere körperliche Arbeit, ...) und damit verbundener Leistungsdruck kann erhöhte Stress-Belastung bedeuten und zu Psychosen führen ("Ausbrennen", bzw. "Burn-out" Syndrom). Vor allen Dingen, wenn Vorgänge unter erheblichen Zeitdruck erledigt werden sollen, können evtl. auch Effekte der Überlastung, die in Verhaltensweisen mit psychotischen Reaktionen auftreten. - Auch im Leistungssport ist dieses möglich.
       
  • Konzentration: Aufgaben, die ein hohes Maß an Aufmerksamkeit erfordern, können vorwiegend bei lang anhaltender Tätigkeit das Stress-Niveau erhöhen und möglicherweise zu psychischen Problemen führen.
       
  • Zeiteinteilung: Die durch die Industrialisierung vorgegebenen Arbeitszeiten können für einige Menschen problematisch sein und Stress erzeugen. Vor allen, weil Zeitvorgaben den biologischen Rhythmus beeinflussen. Es ist nicht jedermanns Sache zu den für ihn untypischen biologischen Zeiten stetig parat für die Arbeit zu sein und dies kann wiederum psychische Belastung bedeuten.
       
  • Versagen: Angst vor Versagen, Fehlschlägen, Misserfolg oder Gesichtsverlust können auch ein erheblicher Stress-Faktor sein.
       
  • Multitasking (Verarbeitung mehrerer Aufgaben im gleichen Zeitrahmen): Durch Aufreihungen von Ideen, Anregungen, Überlegungen, Einfälle und Denkvorgänge, die parallel verarbeitet werden sollen, können unter Umständen Stress-Faktoren begünstigt werden. Vor allen Dingen dann, wenn mehrere geistige und damit verschiedene psychische Prozesse unter Stress-Einflüssen durchlaufen werden, kann der Hormon-Spiegel stärker betroffen sein und evtl. in eine Stress-bedingte „Unruhe“ (Psychische Störung) einhergehen.
       
  • Schlaf: Schlafmangel kann Stress fördernd sein, da notwendige Ruhephasen für die Psyche (Seele) fehlen, besonders wenn zudem körperliche Unruhen bestehen. Im Umkehrschluss kann aber auch bestehender „negativer“ Stress, der nicht bewältigt wurde, dazu führen, dass Störungen im Verlauf des gewollten Schlaf entstehen.
  • Neuartiges: Unbekannte, neuartige Dinge kennen zu lernen kann, aufgrund von Unwissen, Stress fördernd sein. Vor allem, wenn diese im Volksmund oft negativ umschrieben werden, wie zum Beispiel diverse Substanzen.
  • Zusammenkünfte mit viel Abwechslungen und bei Gesprächen mit mehreren Personen können das Stress-Niveau erhöhen. Auch durch Teilnahme an Veranstaltungen mit viel Publikum können Stress-Situationen eintreten, in denen sich jemand überfordert fühlt.
        
  • Standorte: Das Leben in der Großstadt steht auch in dem Verdacht, hier als Trigger (Auslöser) für erhöhten Stress dienen zu können. Die Belastung gegenüber in Dörfern und Kleinstädten kann größer ausfallen und damit ein höherer Stress-Faktor darstellen.

  • Trennung: Menschen können negativ belastenden Stress durch plötzliche Trennungswünsche des Partner, der Partnerin erfahren.
       
  • Lärm: Lang anhaltender lauter Krach und dauerhafte laute Geräusche, von öffentlichen Bauarbeiten, in Industriezweigen mit kontinuierlich laufenden Maschinen kann unter Umständen Stress-Reaktionen auslösen. * Auch durchgehende gleich laute Musik Beschallung kann problematisch sein und bei vulnerablen, bzw. sensiblen Personen Stress-Reaktionen auslösen, die sich unter Umständen in aggressiven und psychotischen Verhaltensweisen kennzeichnen können.
       
  • Emotionale Aufregung, Wut und Ärger über Ereignisse kann ebenfalls mit Stress als Belastung, der die Psyche negativ beeinflusst, gleichgestellt werden. Speziell Streitgespräche können eine „psychische“ Stress-Belastung darstellen.
       
  • Wortgebräuche: Vulgäre, anstößige Angriffe in der Kommunikation, erst recht durch stark diskriminierende, beleidigende und stigmatisierende Wortgebräuche können für einige Personen erhöhten Stress bedeuten.
       
  • Armut, sprich wenig (finanzielle) Mittel zu Verfügung zu haben, kann Stress begünstigen, weil manch einer kontinuierlich daran geistig denkt, wie man die Zeit überstehen kann.
       
  • Tragische Fälle, wie der schwere Unfall oder sogar Verlust (Tod) einer besonders nah stehenden Person kann starken Stress für die Seele bedeuten. Die Überflutung der Gedankengänge bedeutet eine immense Belastung. Oftmals werden dramatische Erlebnisse über lange Zeit und sogar teilweise niemals vollständig lösbar bewältigt.
        
  • Traumata: Traumatischer Stress kann auch durch Misshandlung, Vergewaltigung, Peinigung und sonstigen Gewaltakten eines Individuums (Wesens) entstehen und die Psyche belasten. Stigmatisierung, Mobbing und intensives Stalking (Belästigung) eines vulnerablen und sensiblen Individuums kann traumatischen Stress für die Psyche bedeuten. Auch kann als Beispiel bei Soldaten psychisch belastender Kriegstraumata-Stress eintreten.
       
  • Gewalt: Anschläge mit hohem Gewalt-Niveau, wie zum Beispiel durch unerwünschtes Eindringen fremder Personen im Lebensraum der häuslichen Wohnung können erhöhte Stress-Belastungen bedeuten und Angst bedingtes psychotisches Verhalten auslösen. * Ähnliches gilt auch bei Diebstählen, wenn man überfallen wurde, sowie vielen anderen Gewalttaten.
          
  • Strafverfolgung: Psychischer Stress durch die Strafverfolgung von Konsumenten, die mit Cannabis und sonstigen aktuell verbotenen Drogen verkehren, kann zu Psychosen führen! Traumata, der in Stress mit hoher psychischer Belastung ausarten kann, ist möglich. - Stigmatisierung, traumatisierende Strafverfolgung etc. schaden den Menschen.
       
  • Zwang: Handlungen, die unter Druck erzwungen werden, können erhöhten Stress generieren. Zwang (durch die Eltern oder sogar per Gerichtsbeschluss) zum abstinenten Leben kann zum Beispiel ebenfalls davon getroffen sein und dadurch, dass sich Betroffene unter Druck gesetzt fühlen, generischen Stress bedeuten. Gleiches gilt für Zwänge zum Konsum von beispielsweise ekel erregenden Gütern.
Fazit:
Es gibt noch unendlich viele Faktoren, die möglicherweise zu stressbedingten Überlastungen der Psyche führen können. Es ist bisweilen jedoch eine These, dass diese Faktoren an einer Psychose tatsächlich auch beteiligt sein können.
Dennoch liegt es nahe, dass durch „negativen“ Stress der Gedankenstrom, der Hormon-Haushalt (Dopamin, Serotonin, ...) durcheinander geraten, ein geistiges Chaos (Verwirrung) verursachen, und somit die Psyche (Seele) ungünstig beeinflussen könnte. Der Gedankenfluss kann unter enormen Stress vielleicht in einigen Situationen zu einem chaotischen Trip in der Psyche führen.
Dies alles kann die Wahrnehmung so weit beeinflussen, dass betroffene vulnerable (empfängliche) und sensible Personen unter Umständen sich der stetigen Gefahr von erneuter Stress-Gewalt ausgesetzt, entsprechend handeln und verhalten können. Dieses kann den Zustand einer Psychose einehmen und sich in Form von Halluzinationen, Wahn, Realitätsverlust oder Ich-Störungen bemerkbar machen und sich so darstellen.
Darauf folgender Konsum von psychoaktiven Substanzen kann diese Zustände unter Umständen zudem beeinflussen.
...

Erstellt am: 07.01.2022,
Bearbeitet am: 28.05.2023.

Psyche #3: “Substanzen” (WASH)

HINWEIS:
Alle Aussagen, die im Folgenden getroffen werden, sollen „mögliche“ Zusammenhänge aufzeigen und nicht den Anspruch auf wahrheitsgemäße Deutung und Vollständigkeit erheben!
Einleitung:
Nachfolgendes soll über die verschiedenen psychoaktiven, das Gehirn, bzw. die Psyche beeinflussenden Wirkweisen (bzw. Wirkmechanismen) von Substanzen im groben Aufklären und Aufzeigen, was unter einer „Rauschwirkung“ zu verstehen sein kann. Wir weisen jedoch darauf hin, dass dieses nicht zwingend allgemeingültig sein muss.
Des Weiteren soll auch das Wissen über Zusammenhänge mit Stress und dessen Risiken mit dem Konsum von Substanzen (nach dem Diathese/Vulnerabilitäts-Stress-Modell) vertieft werden, welches hier im folgendem als Stress-Psychose, bzw. „Stress-Psychotisch“ umschrieben wird. Hier gilt ebenfalls, dass dieses nicht unbedingt objektiv sein muss.

Einordnung nach Wirkweise:

Im Folgenden werden Substanzen im Wesentlichen nach ihrer überwiegend zugeschriebenen „zentralen“ Hauptwirkung eingeordnet.
Delirantium:
Als bekanntesten sei Alkohol (Ethanol) benannt. Auch Engelstrompeten, Tollkirsche, Bilsenkraut, Stechapfel und Fliegenpilz können diese Wirkweisen hervorrufen – insbesondere bei tendenziös „hoher“ Dosierung, bzw. „größeren“ Konsummengen.
Der Rausch durch den Konsum von delirant wirkenden Substanzen kann geprägt sein durch gedankliche Dissoziation (teilweise bis vollständiger Ausfall psychischer, oft kognitiver Funktionen) und daraus folgenden Amnesien, sowie Wahrnehmungsstörungen, Verwirrung, Desorientierung, Schwindel, Konzentrationsdefizite (Aufmerksamkeitsmangel), Erregungszustände (Aggressivität) und dem eventuellen Auftreten echter, nicht als solcher erkannter Halluzinationen.
Im Delirium („verrückt sein“; Ableitung von Delirantium) sind psychotische Zustände (Psychose) bis hin zu aggressiven Eifersuchtswahn möglich. Ein Delirium kann gleichzeitig parallel negative Stress-Faktoren darstellen. Delirium erzeugende Substanzen können nach derzeitigen Erkenntnissen von sich aus als Substanz an Stress-Psychosen beteiligt sein.
Stimulanzien (Aufputschmittel):
Als Stimulans wird eine psychoaktive Substanz bezeichnet, die anregend, aufputschend, aktivierend und stimulierend auf den Organismus wirkt. Als Stimulanzien kommen in frage: Nikotin (Tabak), Coffein (Kaffee, schwarzer Tee und sonstige Energie-Getränke), Amphetamine, Kokain etc. Einige Stimulanzien sind häufig auch in Medikamenten zur Asthma-, Lungenerkrankung (COPD) Behandlung und anderen Arzneien (z.B.: Paracetamol mit Coffein) enthalten.
Dem pharmazeutischen Medikament Bupropion (Elontril), dessen Wirkstoff zur Gruppe der Amphetamine gehört, und auch dem Medikament Methylphenidat (Ritalin, Medikinet, Concerta) als Beispiele – werden als psychische Nebenwirkung Schlaflosigkeit zugeschrieben, aber auch Angstzustände, Beklemmung, depressive Verstimmung, Unruhe, Verwirrtheit und Reizbarkeit etc. werden genannt.
Bedingt dadurch, dass diese Substanzen für Wachheit, Auftrieb und auch Erregung (Aggressivität), Aufgeregtheit, erhöhte Aufmerksamkeit, sowie höhere Leistungsfähigkeit sorgen, können diese auch negative Stress-Faktoren für die Seele entsprechend verstärken, zur Überreizung der Sinne beitragen und Stress-Psychosen unter Umständen begünstigen.
Sedierung und Hypnotikum bezeichnet in der Medizin die Dämpfung von Funktionen des zentralen Nervensystems (ZNS) durch ein Beruhigungsmittel, welche als Anxiolytikum antipsychotisch wirken, Unruhe- und Angstzustände senken, bzw. lindern, sowie der Entspannung dienen und schlaffördernd sein können. Gelegentlich werden diesen auch positiv euphorisierende (anregende), aufheiternde Eigenschaften zugesprochen.
Zu den Sedierenden/Hypnotika Substanzen gehören Benzodiazepine (Diazepam, Valium, ...), sowie Antidepressiva, Opioide und verschiedene pflanzliche Komponenten (Baldrian, Melisse, Johanniskraut; teilweise auch Weihrauch, etc.), aber auch Cannabis (Hanf) und beschränkt Alkohol (Ethanol), sowie viele andere.
  • Cannabis (Hanf): Cannabis wird als „Downer“ (herunterbringend) auch mit sedierenden/hypnotisierenden Eigenschaften beschrieben, gelegentlich aber auch mit Euphorie, leicht aktivierenden und kreativ wirkenden Eigenschaften assoziiert. Das Hormon Anandamid (und 2-AG) als ähnliches Pendant zum Cannabis-Wirkstoff Tetrahydro-Cannabinol (THC) in Verbindung mit dem Endo-Cannabinoid-System (ECS) als „körpereigener“ Bestandteil geben es, nach unserer Auffassung, eigentlich nicht her, dass extern zugeführtes „pflanzliches“ Cannabis von sich aus „langfristige“ Psychosen erzeugen kann. – Des Weiteren werden bei Cannabis für den Wirkstoff Cannabidiol (CBD) Eigenschaften vermutet, die das Spitzenpotential für THC reduzieren. CBD ist jedoch kein wirklicher Antagonist (Gegenspieler, bzw. Hemmstoff). – Man muss sich zudem fragen, weshalb Psychosen bei Cannabis-Arzneimitteln, dazu zählen auch: „Sativex (Nabiximols)“ und „Nabilon“ [vgl. „Dronabinol“], fast nie als Nebenwirkung beschrieben werden.
        
  • Alkohol (Ethanol)Alkohol kann bei tendenziös „niedriger“ Dosierung, bzw. in „geringen“ Mengen konsumiert, neben seiner deliranten Eigenschaft auch sedierende/hypnotisierende Wirkungen aufweisen. Alkohol wirkt am GABA-Rezeptor, jedoch besteht im Körper in der Regel nur eine geringe – zeitlich eingegrenzte – körpereigene alkoholische Gärung (Ausnahmen sind das „Auto-Brewery-Syndrome“), bzw. kaum ein Wirkstoff ähnliches Pendant. Daher kann, nach unserer Auffassung, die Schwelle zum „negativ“ besetzten Delirium leicht gegeben sein.
       
  • Andere Sedativa/Hypnotika: Für Nikotin (Tabak) werden auch gewisse entspannende (sedierende/hypnotisierende) Eigenschaften in Abhängigkeit zur Dosierung beigemessen. Zudem gibt es eine Reihe von aufputschenden Stimulanzien, darunter auch Coffein (z.B.: Kaffee, schwarzer Tee, ...) und viele weitere, die nach Ausklingen ihrer zentralen Wirkung, bzw. durch Erschöpfung evtl. gewisse entspannende Charakteristika als Nachwirkung mit sich bringen können. Dies ist jedoch nicht zwingend Teil der ursprünglichen Hauptwirkung.
Stress-Psychose:
Jeglicher Stress, jedoch besonders solcher mit hohen „negativ“, mit Unruhe, Panik und Ängsten aufgeladener Stress kann unter Umständen ein Faktor für gegensätzliche oder sich aufhebende Wirkung der sedierenden (teils hypnotisierenden) Eigenschaften und somit eng an, jedoch überwiegend „Kurzweilig“ anhaltenden psychotischen Effekten beteiligt sein. - Es ist also ein abrupter Abbruch der ursprünglichen Wirkung nicht auszuschließen, der wiederum plötzliche Schwankungen im Hormon-System bedeuten kann.
Durch psychotische Panik-Attacken sind sich aufhebende Wirkweisen, vor allen bei vulnerablen (empfänglichen) und sensiblen Personen, im Zusammenhang mit vorhergehendem, manifestierten Stress (z.b.: durch Diskriminierung, plötzliche Gewalteinflüsse etc.) möglich.
Anmerkungen:
Die sedierenden/hypnotisierenden Eigenschaften können in einigen Fällen durch teilweisen Zwang zu körperlicher Betätigung unterdrückt werden.

Undefinierte Wirkweisen:

In nachfolgenden Abschnitt werden unklar definierbare, sowie weitere verschiedene Substanzen behandelt.
Neue psychoaktive Substanzen (NPS, auch: „Research Chemicals“ benannt), sowie inklusiv dazugehörige synthetische Cannabinoide (teilweise auch: Cannabinoidmimetika):
Bei den meisten NPS-Substanzen handelt es sich um zufällige Entwicklungen. Es sind weder die genaue Wirkweise noch eventuelle Kurz- und Langzeitfolgen in irgendeiner Weise ausreichend dokumentiert. Auch ist der Reinheitsgrad der chemischen Wirkbestandteile nicht sichergestellt, sodass teilweise giftige Verunreinigungen und Prozesszwischenstufen der Herstellung enthalten sein können.
Bei der Verwendung von NPS ist es für den Konsumenten oftmals schwierig, die eigene Reaktion auf die Substanzen genügend abzuschätzen. Dies erhöht unter Umständen die Gefahr einer Überdosierung und Vergiftung, die zu Panikattacken, Horror-Trips (Psychose), sowie lebensgefährlichen Zuständen bis hin zum Tod führen kann.
Cannabis-Produkten, die mit derartigen künstlichen Stoffen im Schwarzmarkt behandelt werden, weisen ein deutlich höheres Risiko für Stress-Psychosen aus. Erst recht durch die Tatsache, dass diese Stoffe größtenteils sehr ungleichmäßig auf dem Material aufgebracht sein können, sind überraschende Effekte nicht auszuschließen.
Diverse Substanzen:
Es gibt unzählig viele weitere pharmazeutische Medikamente und Substanzen, die unter Umständen eng an Stress-Psychosen beteiligt sein können.
Als exemplarische Beispiele seien benannt:
  • Anabolika, Anabole Steroide: Werden häufig als Dopingmittel zur Leistungssteigerung missbraucht. Durch die Belastung des Kreislaufs können psychische Nebenwirkungen wie Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen etc. entstehen. Verstärkung von Aggressionen, psychotische Episoden (Angstpsychosen, Verfolgungswahn etc.) und schwere Depressionen bis zum Suizid nach Absetzen der Steroide.
  • Einige Lösungsmittel, wie sie in Klebstoffen, Farben, Lacke etc. vorkommen, sowie Benzin, Terpentin, Aceton (Nagellackentferner und Plastikkleber) und vieles Andere, dessen Ausgasungen beim Einatmen oder missbräuchlichen „Schnüffeln“ auch Rauschzustände hervorrufen, können neben organischen Schäden ebenfalls an (negative) psychische Effekte teilhaben.
       
  • Etliche weitere Medikamente und Substanzen, die auf den Haushalt der Hormone (Dopamin, Serotonin, ...), den Stoffwechsel, sowie das Zentralnervensystem Einfluss nehmen, können als Nebenwirkung möglicherweise daran beteiligt sein, die Psyche ungünstig zu beeinflussen.
        
  • LebensgüterSelbst Gewürze wie Muskat, Safran, etc., sowie einige Nahrungsmittel und „alkoholfreie“ Getränke können einen Einfluss auf die Psyche nehmen, wenn auch tendenziös je nach Dosierung eher schwach geprägt. Übermäßiger Konsum kann jedoch negative Effekte auf die Psyche begünstigen.
       
  • Luft (Sauerstoff – O₂): Übermäßiges Hyperventilieren (gesteigerte Atmung) und Apnoe (Atemstillstände), bzw. längeres Anhalten der Atemluft kann unter Umständen Stress für die Psyche bedeuten.

Fazit:

Man kann die Wirkweisen im Endergebnis jedoch nicht immer auf einen Nenner bringen, bzw. ist es nicht möglich, diese objektiv zu verallgemeinern. Sie sollten daher mit einer gesunden Skepsis betrachtet werden.
Es ist auch erwähnenswert, dass Wirkungsweisen nicht unbedingt vorhersehbar oder zuverlässig auftreten, obwohl höhere Dosen eher dazu neigen, das gesamte Wirkungsspektrum voraussichtlich zu induzieren. Ebenso werden Nebenwirkungen mit höheren Dosen immer wahrscheinlicher.
Beschriebene Stress-Effekte können im Zusammenhang mit verschiedenen Substanzen eintreten, auch diese sind nicht unbedingt immer voraussehbar oder können mit Gewissheit auftreten. Einige Erklärungen für Stress-Effekte können auch für andere Substanzen unter Umständen ein Model sein. Man kann sich jedoch relativ sicher sein, dass „negativ“ aufgeladener, belastender Stress ein relevanter Faktor, zumindest für vulnerable (empfängliche) und sensible Personen sein kann.
Junge Individuen, Jugendliche in ihrer Entwicklung und Bildungsphase können als Beispiel deutlich sensibler (vulnerable) gegenüber Stress und Parallelen Substanzkonsum sein.
Positiv (Gute Eigenschaften):
Alle Substanzen können selbstverständlich eben halt auch gute Eigenschaften mit sich bringen – „Positiv“ geladener Stress ist ebenfalls möglich.

Erstellt am: 03.07.2021,
Bearbeitet am: 25.07.2023.

Schlagworte: Stimulanz = Coffein (Kaffee, schwarzer Tee, Energy-Drinks), Nikotin (Zigaretten, Zigarren, Pfeifen, Pfeifentabak): Aufputschmittel, Erregung (Aufregung, Überregung); Sedierend, hypnotisierend; EndoCannabinoidSystem (ECS), Tetrahydrocannabinol (THC); Medizin, Arznei, Arzneien, Arzneimittel.