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Psyche #2: “Stress-Psychose” (WASH)

HINWEIS:

Alle Aussagen, die im Folgenden getroffen werden, sollen „mögliche“ Zusammenhänge aufzeigen und nicht den Anspruch auf wahrheitsgemäße Deutung und Vollständigkeit erheben!

Einleitung:

  • Was ist Stress ...
Stress (englisch für „Druck, Anspannung“; von lateinisch stringere „anspannen“) bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Individuen (Personen) – die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung anzeigen.
Stressor: Stress verursachender Faktor. – Präziser ausgedrückt: Stressoren („Stressfaktoren“) werden alle inneren und äußeren Reize bezeichnet, die Stress verursachen und dadurch das betroffene Individuum zu einer Reaktion der aktiven Anpassung veranlassen. Man unterscheidet zwei Arten von Stress: positiven (auch Eustress; „wohl, gut, richtig, leicht“) und negativen (auch Disstress; „schlecht“).
Dieses Modell ist ein Paradigma (Muster, Beispiel) der klinischen Psychologie und der Gesundheitspsychologie. Es beschreibt die Wechselwirkungen zwischen Vulnerabilität bzw. Diathese (also der Empfänglichkeit, Verletzlichkeit bzw. Krankheitsneigung) und Stress.
Genetische Defekte (Genetische Disposition), neurologische Schäden, als auch Stoffwechselstörungen, sowie sonstige einhergehende Diathesen (Krankheitsneigungen) können eng daran beteiligt sein, dass Betroffene Individuen psychisch vulnerabler (Anfälliger) für Stress-Situationen sein können.
Das sogenannte „Fass“ kann bei diesen Individuen unter Umständen schneller überlaufen, bzw. zum Überschwappen der Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin) und zu stärkeren Schwankungen der Mediatoren (Botenstoffe), bzw. im Hormon-System (Dopamin, Serotonin, ...) führen. Externer, äußerlicher (z.b.: schulisch, beruflich; Lärm, ...) und privater (familiärer) Stress, sowie soziale Stress-Belastungen können das Überlaufen des Hormon-Fasses bei Betroffenen deutlicher begünstigen und unter umständen auch zu Psychosen führen.
In Umkehrschluss ist es jedoch möglich, dass belastender Stress wiederum Diathesen (Krankheitsneigungen) etc. bei psychisch sensiblen Individuen eher begünstigen kann. – So sind zum Beispiel unter Leistungsdruck, Angst- und Panikattacken bedingten Stress-Einflüssen Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, sowie Autoimmunerkrankungen etc. nicht auszuschließen und können Bestandteil von Psychotischen reaktionen (Psychose) sein.
  • Wirkungsweisen von Stress:
Stress allgemein kann wie Stimulanzien wirken. Negativ aufgeladener Stress kann sich unter Umständen wie ein Delirantium (Delirium) verhalten.
  • "Das ganze kann sich wie im Windflug verhalten, sprich: Wenn man etwas dem Ventilator entgegenwirft, kann es wieder zurückkommen" (Lorem ipsum).
Positiv wahrgenommener Stress kann sich bei vulnerablen, sensiblen Personen unter Umständen intensiver in negativ geladenen Stress wandeln.
Manche Menschen reagieren auf bestimmte Stress-Formen besonders vulnerabel (empfänglich) oder sensibel.
Hohe Empfänglichkeit für bestimmte Stress-Formen können eng beteiligt sein psychische Erkrankungen zu erleiden. Dieses gilt jedoch nicht zwingend und auch nicht für alle Positionen, die im Folgenden benannt werden:

Körperlich:

Die nachfolgenden benannten Punkte sind häufig mit Schmerz verbunden. Insbesondere starke Schmerzempfindungen können für die Psyche immense Stress-Belastung darstellen:
  • Bestehende (chronische) Krankheiten wie z.B.: Multiple-Sklerose, Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) und viele andere „neurologische“ Leiden können die Sensibilität für Stress unter Umständen steigern und die Psyche belasten.
       
  • Verletzungen durch einen Unfall können Stress-bedingt zu Psychosen führen. Manch einer wird zum Beispiel unsicher, wie man damit umgeht und reagiert darauf hin im Verhalten psychotisch.
Geistig (seelisch):
  • Leistung: Ein zu hohes Maß an Leistungsforderungen (z.B.: in der Schule, im Beruf, schwere körperliche Arbeit, ...) und damit verbundener Leistungsdruck kann erhöhte Stress-Belastung bedeuten und zu Psychosen führen ("Ausbrennen", bzw. "Burn-out" Syndrom). Vor allen Dingen, wenn Vorgänge unter erheblichen Zeitdruck erledigt werden sollen, können evtl. auch Effekte der Überlastung, die in Verhaltensweisen mit psychotischen Reaktionen auftreten. - Auch im Leistungssport ist dieses möglich.
       
  • Konzentration: Aufgaben, die ein hohes Maß an Aufmerksamkeit erfordern, können vorwiegend bei lang anhaltender Tätigkeit das Stress-Niveau erhöhen und möglicherweise zu psychischen Problemen führen.
       
  • Zeiteinteilung: Die durch die Industrialisierung vorgegebenen Arbeitszeiten können für einige Menschen problematisch sein und Stress erzeugen. Vor allen, weil Zeitvorgaben den biologischen Rhythmus beeinflussen. Es ist nicht jedermanns Sache zu den für ihn untypischen biologischen Zeiten stetig parat für die Arbeit zu sein und dies kann wiederum psychische Belastung bedeuten.
       
  • Versagen: Angst vor Versagen, Fehlschlägen, Misserfolg oder Gesichtsverlust können auch ein erheblicher Stress-Faktor sein.
       
  • Multitasking (Verarbeitung mehrerer Aufgaben im gleichen Zeitrahmen): Durch Aufreihungen von Ideen, Anregungen, Überlegungen, Einfälle und Denkvorgänge, die parallel verarbeitet werden sollen, können unter Umständen Stress-Faktoren begünstigt werden. Vor allen Dingen dann, wenn mehrere geistige und damit verschiedene psychische Prozesse unter Stress-Einflüssen durchlaufen werden, kann der Hormon-Spiegel stärker betroffen sein und evtl. in eine Stress-bedingte „Unruhe“ (Psychische Störung) einhergehen.
       
  • Schlaf: Schlafmangel kann Stress fördernd sein, da notwendige Ruhephasen für die Psyche (Seele) fehlen, besonders wenn zudem körperliche Unruhen bestehen. Im Umkehrschluss kann aber auch bestehender „negativer“ Stress, der nicht bewältigt wurde, dazu führen, dass Störungen im Verlauf des gewollten Schlaf entstehen.
  • Neuartiges: Unbekannte, neuartige Dinge kennen zu lernen kann, aufgrund von Unwissen, Stress fördernd sein. Vor allem, wenn diese im Volksmund oft negativ umschrieben werden, wie zum Beispiel diverse Substanzen.
  • Zusammenkünfte mit viel Abwechslungen und bei Gesprächen mit mehreren Personen können das Stress-Niveau erhöhen. Auch durch Teilnahme an Veranstaltungen mit viel Publikum können Stress-Situationen eintreten, in denen sich jemand überfordert fühlt.
        
  • Standorte: Das Leben in der Großstadt steht auch in dem Verdacht, hier als Trigger (Auslöser) für erhöhten Stress dienen zu können. Die Belastung gegenüber in Dörfern und Kleinstädten kann größer ausfallen und damit ein höherer Stress-Faktor darstellen.

  • Trennung: Menschen können negativ belastenden Stress durch plötzliche Trennungswünsche des Partner, der Partnerin erfahren.
       
  • Lärm: Lang anhaltender lauter Krach und dauerhafte laute Geräusche, von öffentlichen Bauarbeiten, in Industriezweigen mit kontinuierlich laufenden Maschinen kann unter Umständen Stress-Reaktionen auslösen. * Auch durchgehende gleich laute Musik Beschallung kann problematisch sein und bei vulnerablen, bzw. sensiblen Personen Stress-Reaktionen auslösen, die sich unter Umständen in aggressiven und psychotischen Verhaltensweisen kennzeichnen können.
       
  • Emotionale Aufregung, Wut und Ärger über Ereignisse kann ebenfalls mit Stress als Belastung, der die Psyche negativ beeinflusst, gleichgestellt werden. Speziell Streitgespräche können eine „psychische“ Stress-Belastung darstellen.
       
  • Wortgebräuche: Vulgäre, anstößige Angriffe in der Kommunikation, erst recht durch stark diskriminierende, beleidigende und stigmatisierende Wortgebräuche können für einige Personen erhöhten Stress bedeuten.
       
  • Armut, sprich wenig (finanzielle) Mittel zu Verfügung zu haben, kann Stress begünstigen, weil manch einer kontinuierlich daran geistig denkt, wie man die Zeit überstehen kann.
       
  • Tragische Fälle, wie der schwere Unfall oder sogar Verlust (Tod) einer besonders nah stehenden Person kann starken Stress für die Seele bedeuten. Die Überflutung der Gedankengänge bedeutet eine immense Belastung. Oftmals werden dramatische Erlebnisse über lange Zeit und sogar teilweise niemals vollständig lösbar bewältigt.
        
  • Traumata: Traumatischer Stress kann auch durch Misshandlung, Vergewaltigung, Peinigung und sonstigen Gewaltakten eines Individuums (Wesens) entstehen und die Psyche belasten. Stigmatisierung, Mobbing und intensives Stalking (Belästigung) eines vulnerablen und sensiblen Individuums kann traumatischen Stress für die Psyche bedeuten. Auch kann als Beispiel bei Soldaten psychisch belastender Kriegstraumata-Stress eintreten.
       
  • Gewalt: Anschläge mit hohem Gewalt-Niveau, wie zum Beispiel durch unerwünschtes Eindringen fremder Personen im Lebensraum der häuslichen Wohnung können erhöhte Stress-Belastungen bedeuten und Angst bedingtes psychotisches Verhalten auslösen. * Ähnliches gilt auch bei Diebstählen, wenn man überfallen wurde, sowie vielen anderen Gewalttaten.
          
  • Strafverfolgung: Psychischer Stress durch die Strafverfolgung von Konsumenten, die mit Cannabis und sonstigen aktuell verbotenen Drogen verkehren, kann zu Psychosen führen! Traumata, der in Stress mit hoher psychischer Belastung ausarten kann, ist möglich. - Stigmatisierung, traumatisierende Strafverfolgung etc. schaden den Menschen.
       
  • Zwang: Handlungen, die unter Druck erzwungen werden, können erhöhten Stress generieren. Zwang (durch die Eltern oder sogar per Gerichtsbeschluss) zum abstinenten Leben kann zum Beispiel ebenfalls davon getroffen sein und dadurch, dass sich Betroffene unter Druck gesetzt fühlen, generischen Stress bedeuten. Gleiches gilt für Zwänge zum Konsum von beispielsweise ekel erregenden Gütern.
Fazit:
Es gibt noch unendlich viele Faktoren, die möglicherweise zu stressbedingten Überlastungen der Psyche führen können. Es ist bisweilen jedoch eine These, dass diese Faktoren an einer Psychose tatsächlich auch beteiligt sein können.
Dennoch liegt es nahe, dass durch „negativen“ Stress der Gedankenstrom, der Hormon-Haushalt (Dopamin, Serotonin, ...) durcheinander geraten, ein geistiges Chaos (Verwirrung) verursachen, und somit die Psyche (Seele) ungünstig beeinflussen könnte. Der Gedankenfluss kann unter enormen Stress vielleicht in einigen Situationen zu einem chaotischen Trip in der Psyche führen.
Dies alles kann die Wahrnehmung so weit beeinflussen, dass betroffene vulnerable (empfängliche) und sensible Personen unter Umständen sich der stetigen Gefahr von erneuter Stress-Gewalt ausgesetzt, entsprechend handeln und verhalten können. Dieses kann den Zustand einer Psychose einehmen und sich in Form von Halluzinationen, Wahn, Realitätsverlust oder Ich-Störungen bemerkbar machen und sich so darstellen.
Darauf folgender Konsum von psychoaktiven Substanzen kann diese Zustände unter Umständen zudem beeinflussen.
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Erstellt am: 07.01.2022,
Bearbeitet am: 28.05.2023.